Hennecke Fuhrparkberatung

Beratung: FUHRPARKMANAGEMENT - STRATEGIE

Hennecke Fleet Consulting bietet Fuhrparkberatung in verschiedenen Bereichen an. Mehr dazu siehe hier Übersicht Beratung Fuhrparkmanagement.

Im Folgenden erhalten Sie einen tieferen Einblick in das spezielle Thema Fuhrparkmanagement Strategie, um Ihnen einen Eindruck von unseren spezifischen Kompetenzen zu vermitteln.

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Entscheidungen zur Strategie im Fuhrparkmanagement

Strategisches Fuhrparkmanagement bedeutet, strukturelle und dauerhafte Entscheidungen über die Zusammensetzung des Fuhrparks und die Gestaltung des Fuhrparkmanagements zu treffen.

Typische Fragen zur Strategie des Fuhrparkmanagements betreffen die Auswahl Ihrer Lieferanten, die Finanzierung der Fahrzeuge und die Auswahl der Fahrzeuge. Noch allgemeiner ist die Frage, ob Fuhrparkmanagementaktivitäten ausgelagert oder intern durchgeführt werden sollen. 

Entbündeln von Fuhrparkmanagement-Dienstleistungen?

  • Wie viele Dienstleistungen für Ihren Fuhrpark (Finanzierung, Wartung, Unfall, Versicherung, Kraftstoff…) möchten Sie in der Hand eines Lieferanten zusammenfassen? Sollten Sie alle Services in der Hand eines einzigen Lieferanten bündeln oder die Services entbündeln und für jeden Service unterschiedliche Lieferanten haben?
     

  • Vorteil der Entbündelung sind in der Regel Kosteneinsparungen aufgrund erhöhter Preistransparenz. Der Vorteil der Bündelung ist die geringere Komplexität im Lieferantenmanagement.
     

  • Wichtige Determinanten für die Entscheidung zwischen Entbündelung und Bündelung sind z. B. die Verfügbarkeit zuverlässiger Lieferanten und die Softwaresysteme, die Sie zur Verwaltung dieser Lieferanten eingerichtet haben.

Lieferantenstrategie im Fuhrparkmanagement (Multibidding)?

  • Wenn Ihre Bündelungs-Strategie feststeht, müssen Sie entscheiden, wie viele Lieferanten pro Service Sie wollen: Wählen Sie eine Single-Supply- Strategie oder eine Multi-Suppy- Strategie pro Service in Ihrem Fuhrpark (z. B. Multi-Bidding mit Leasingunternehmen, Mehrmarkenstrategie)?
     

  • Der Vorteil eines Single-Supply liegt in der geringeren Komplexität des Lieferantenmanagements und häufig in einem einmaligen Bonus bei der Unterzeichnung einer exklusiven Vereinbarung. Vorteil des Multi-Supply (Mult-Bidding) sind dauerhafte Kosteneinsparungen durch einen anhaltenden Wettbewerb zwischen Lieferanten.
     

  • Ausschlaggebend für die Entscheidung über Single- oder Mulit-Supply sind Ihre Cost-Savings-Definition (kurzfristig oder langfristig) und die verfügbaren Softwaresysteme die Komplexität reduzieren können.

Finanzierung des Fuhrparks: Leasing vs. Kauf?

  • Wie finanzieren Sie Ihren Fuhrpark: Die allgemeinen Alternativen sind Kauf und Leasing (mit verschiedenen Alternativen in der detaillierten Vertragsgestaltung).
     

  • Welche Alternative besser ist, muss in einer Rechnung über mehrere Zeiträume ermittelt werden (DCF - Discounted Cash Flow oder ähnliche Methode). Wichtig ist, die Gesamtkosten (TCO) des Fahrzeugs zu berücksichtigen. Das bedeutet: nicht nur die Finanzierungskosten, sondern alle anderen Kostenelemente (siehe mehr hier: TCO).
     

  • Determinanten der Finanzierungsstrategie sind: Direkte Kosten (Leasingkomponenten, Kaufpreis, Kosten für Wartung, Versicherung usw.), aber auch Kosten für die interne Verwaltung (z. B. Arbeitskosten, wenn Sie den Fahrerkontakt selbst haben), Kapitalkosten ( WACC-gewichtete Kapitalkosten Ihres Unternehmens), die Unsicherheit über Zins- und Restwerte , Steuern und Ihre internen Rechnungslegungsstandards.
     

  • Weitere Alternativen: Neben Leasing und Kauf gibt es insbesondere die Option, überhaupt keine Dienstwagen in Ihrem Unternehmen bereitzustellen und alternativ Fahrern bei der Nutzung ihres eigenen Fahrzeugs eine Bargeldzulage ("Cash Allowance") zu geben oder neue Mobilitätsformen wie Carsharing, Ride Hailing, ÖPNV usw. anzubieten.

Strategische Fahrzeugauswahl

  • Welche Art von Fahrzeugen benötigen Sie: Welcher Typ (Limousine, Kombi, SUV, Transporter,…), welches Segment (Premium, Mittel, Niedrig), welcher Antriebsstrang (Diesel, Benzin, Elektro,…), welche Motorgröße, welche Merkmale und Ausrüstung?
     

  • Diese Entscheidung muss letztlich getroffen werden, indem die Auswirkungen der Fahrzeugauswahl auf Ihre Flottenkosten (TCO) in einer Finanzberechnung über mehrere Zeiträume untersucht werden. Neben den Kosten müssen auch die Auswirkungen auf andere Ziele im Fuhrparkmanagement berücksichtigt werden - insbesondere auf die Zufriedenheit der Fahrer (siehe speziell Fahrerzufriedenheit) sowie auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (siehe speziell HSE).
     

  • Da dies eine komplexe Entscheidung ist und für unterschiedliche Zwecke unterschiedliche Fahrzeuge sinnvoll sind, ist ein zweistufiges Vorgehen empfehlenswert ("Fit-for-purpose-Analyse"): Im ersten Schritt geschieht eine Clusterung der Anwendungsfälle  (z.B. lange Überlandfahrten zum transport, kurze innerstädtische Trips für Servicetechniker). In einem zweiten Schritt wird dann der optimale Fahrzeugtyp für jeden Anwendungsfall bestimmt.

Fahrzeugberechtigung

  • Eine letzte strategische Frage lautet: Wer erhält einen Firmenwagen? Dies ist besonders wichtig für Dienstwagen, die einen Gehaltsbestandteil darstellen (welcher Mitarbeiter-Level hat Anspruch auf welchen Fahrzeugtyp?). Aber auch für jobbezogene Fahrzeuge (für Transport, Service oder Vertrieb) kann dies relevant werden, wenn die Autos mit bestimmten Optionen ausgestattet sind, so dass die Fahrer die Autos auch als eine Art Vorteil betrachten.
     

  • Ausschlaggebend für die Entscheidung über die Fahrerberechtigung sind die Kosten der Flotte (weniger Berechtigung bedeutet weniger Kosten), aber auch die Personalstrategie, da Änderungen der Berechtigung einen großen Einfluss auf die Zufriedenheit der Fahrer haben (siehe spezielle Fahrerzufriedenheit).

Fuhrparkmanagement: Outsourcing oder Inhouse?

Noch grundlegender als die strategischen Entscheidungen in Bezug auf den Fuhrpark ist die Entscheidung, wie der Fuhrpark verwaltet werden soll. Dies ist die Entscheidung über die Einrichtung des Flottenmanagementsystems :. Dieses Managementsystem Wie viele Fuhrparkmanagementaktivitäten möchten Sie intern durchführen - anstatt sie an einen externen Lieferanten auszulagern ?

  • Outsourcing an eine Full-Service-Leasinggesellschaft:


Vorteile des Outsourcing sind ein professioneller Umgang mit Ihrem Fuhrpark und die geringen internen Personalressourcen. Nachteile sind zusätzliche Kosten für eine Verwaltungsgebühr und zusätzliche Kosten aufgrund des mangelnden Wettbewerbs zwischen wichtigen Lieferanten, sowie in der Regel auch ein weniger direkter persönlicher Kontakt zu Ihren Fahrern.
 

  • Outsourcing an ein unabhängiges Fuhrparkmanagement-Unternehmen:

Vorteile sind ein professioneller Umgang mit Ihrem Fuhrpark und die geringen internen Personalressourcen. Zudem sichert ein unabhängiger Fuhrparkmanagement-Unternehmen selbst beim Outsourcing die Möglichkeit, Wettbewerb zwischen wichtigen Lieferanten (z.B. Leasingunternehmen oder Herstellern) zu schaffen. Nachteile sind zusätzliche Kosten für eine Verwaltungsgebühr sowie in der Regel ein weniger direkter persönlicher Kontakt zu Ihren Fahrern.

  • Inhouse-Fuhrparkmanagement :

 

Vorteile sind die direkte Kontrolle aller Aktivitäten, die reduzierten Kosten aufgrund des ständigen Wettbewerbs der Lieferanten, häufig ein direkterer Kontakt zu Ihren Fahrern (z. B. über eigene Fuhrparkmanager vor Ort) sowie keine zusätzlichen Kosten für eine Verwaltungsgebühr. Nachteile sind letztendlich weniger professionelle Arbeit, die zusätzlichen Kosten für die Abwicklung eines Multi-Supply-Setups und das höhere Risiko, dass eigene Personen nicht verfügbar sind (aufgrund von Urlaub, Krankheit, Fluktuation), insbesondere bei kleineren Fuhrparks.

  • Die wichtigsten Faktoren für die Entscheidung über Outsourcing vs Inhouse-Fuhrparkmanagement sind: die Höhe der Kostenvorteile aus einer Multi-Supplier-/ Unbundling-Strategie gegenüber den Kosten, die aus dem Management dieser Komplexität resultieren, sowie der Frage, wie wichtig es ist, einen direkten Fahrerkontakt zu haben. Dies alles wird letztlich auch stark von der Größe Ihres Unternehmens und IhresFuhrparks beeinflusst.

Prozess des strategischen Fuhrparkmanagement

Ein systematischer Prozess für Ihr strategisches Fuhrparkmanagement umfasst mindestens die folgenden Schritte:

  • Analyse der aktuellen Situation. Hierzu sind klare Daten über Fahrzeuge, Fahrer, Verträge und Kosten erforderlich.
     

  • Entscheidung über strategische Alternativen, basierend auf ihren Auswirkungen auf die Ziele des Fuhrparkmanagements:

  • Umsetzung der Strategie: Hauptaspekte hier sind…

    • Auswahl und Verhandlung mit Fuhrparkmanagement- Lieferanten

    • Änderungen interner Strukturen und Prozesse

    • Definition einer Fahrzeugrichtlinie als Möglichkeit zur Zusammenfassung und Formalisierung der Fuhrparkstrategie

    • Auswahl der Technologie: Was sind die Konsequenzen in Bezug auf Hard- und Software ?

    • Change Management: Akzeptanz der Stakeholder gewinnen
       

  • Kontrolle : Messen Sie den Erfolg der Aktivitäten datenbasiert .

Hinweise zur Fuhrparkstrategie:

Keine "One-Fits-All" -Strategie: Strategische Entscheidungen zum Fuhrparkmanagement hängen von einer Vielzahl interner und externer Faktoren ab. Was für ein Unternehmen richtig ist, kann für das andere falsch sein. Selbst für dasselbe Unternehmen könnte es sich lohnen, das, was in der Vergangenheit gepasst hat, später zu ändern. Eine strukturierte Entscheidungsfindung ist unerlässlich.

Neue Mobilitätskonzepte: Neue Konzepte der Mobilität stehen Verfügung (siehe auch neue Mobilität). Dies führt zu einer Steigerung der Komplexität dr Entscheidungen zur Fuhrparkstrategie. Grundsätzlich müssen für diese Alternativen jedoch die gleichen Fragen wie zuvor beantwortet werden.

Lassen Sie sich bei Ihrer Fuhrparkmanagement Strategie unterstützen!